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Mautic Summit 2019: Ein Quantensprung

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Ziemlich kurzfristig geplant war es ja, dieses Mautic Summit. Möglich geworden erst durch den positiven Ausgang der Mautic Community - "Verhandlungen" mit Acquia. Und so trafen sich Mautic-Enthusiasten von beiderseits des Atlantiks am 1. November 2019 in Amsterdam zum ersten Event seiner Art.

Um es vorwegzunehmen: Die Veranstaltung dürfte als entscheidender Meilenstein und als großer Erfolg in die Geschichte eingehen!

Hier ist der Bericht von Ekkehard Gümbel und Leon Oltmanns, die bei diesem 10-Stunden-Tag dabei waren.

Mautic Summit 2019 Amsterdam Gruppenbild

Mautic Summit: Was ist das eigentlich?

Am Anfang stand der das Bedürfnis, die handelnden Personen endlich einmal in größerer Runde persönlich zusammenzubringen und gemeinsam vor Ort intensiv am Projekt zu arbeiten. Nicht nur, um richtig viel zu schaffen, sondern auch um durch das zwischenmenschliche Erlebnis eine richtig gute Grundlage zu haben für die Folgeschritte, die dann eher wieder online stattfinden.

Und als die Ampeln für das Durchstarten der Community endlich auf Grün standen, lag die DrupalCon in Amsterdam zeitlich sehr günstig, zumal diverse Mautic/Acquia-Menschen ohnehin vor Ort sein würden. Zudem war für den Folgetag ohnehin ein offener "ContributionDay" geplant, und durch die Unterstützung von Floris van Geel konnte das Mautic-Event sich dort ganz pragmatisch Räumlichkeiten sichern.

So wurde dieser Tag also vereinbart, Community-Managerin Ruth Cheesley organisierte und bewarb den Event, und mehr und mehr Teilnehmer buchten ihre Reise in die Niederlande - oder meldeten sich zum Online-Mitmachen an.

Das Programm

Schnell wurde klar, dass die Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Themen zum Summit anreisen würden - nicht nur mit technischen oder nicht-technischen Schwerpunkten, sondern auch vielen unterschiedlichen Aspekten innerhalb dieser Bereiche.

Einige davon waren von Anfang an klar und wurden vorab gut vorbereitet - so etwa das gesamte Thema "Mautic 3". Andere entstanden erst durch das fruchtbare Zusammenwirken vieler Menschen, so dass zunächst viele Post-Its geklebt wurden und insgesamt eine tolle Sicht auf die Handlungsfelder entstand. Und die wichtigsten Punkte wurden dann (natürlich agil) direkt angegangen.

Die Technik-Themen: Mautic 3, Symfony-Upgrade und mehr

Das Entwickler-Team, in dem auch viele der wichtigsten Acquia-Developer wie Alan Hartless, Don Gilbert und natürlich DB Hurley zugegen waren, hatte sich ein Hauptthema vorgenommen (und dafür auch gleich noch den Folgetag dazugebucht): Nämlich den Wechsel des zu Grunde liegenden PHP-Frameworks Symfony auf eine neuere Version. Minimum-Ziel war war Symfony 3, doch im Verlauf des Tages stieg der Optimismus, auch direkt auf Symfony 4 wechseln zu können - was großartig wäre!

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Darauf aufbauend ging es natürlich auch um Mautic Version 3, mit all seinen Aspekten von der internen Architektur bis hin zu Anwender-Features, und natürlich dem Fahrplan und überhaupt der Release-Strategie. (Dies führte übrigens zu einer neuen Definition: Der letzte Dienstag jedes Monats ist Release-Tag - was sowohl ein Patach als auch ein Minor Release oder mehr sein kann, je nach Timing. Es muss kein Release veröffentlicht werden, nur wenn, dann möglichst an ebendiesem Dienstag.)

Bereits mittags wurden die ersten Komponenten zum Testen übergeben und am Ende des ersten Tage war die Zahl der erledigten Aufgaben schon sehr ansehnlich (das Board kann sich jeder selbst ansehen: github.com/orgs/mautic/projects/6)

Team-Strukturen

Im nicht-technischen Bereich wurde zunächst intensiv darum gerungen, die tatsächliche initiale Teamstruktur zu finden. Basis war das von Acquia vorgeschlagene "Governance Model", welches jedoch gemeinsam noch modifiziert wurde:

a) "Events" sind zunächst kein eigener Bereich, sondern Teil des Community-Teams.

b) Hingegen wurde ein neues Team "Education" hinzugefügt, in dem sich z.B. Documentation (ursprünglich zu "Product") sowie Forums (ursprünglich zu "Community") wiederfinden.

Insgesamt haben wir nun also diese Teams:

  • Product
  • Marketing
  • Community
  • Education
  • Law & Finance (momentan allerdings ohne Fokus)

Auch wurde schnell klar, dass die vielen Wechselbeziehungen (z.B. Marketing <-> Product oder Product -> Documentation) durch Querverknüpfungen der Teams in die Realität gebracht werden müssen.

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Für alle Themen wurden dann Team-Missionen und exemplarische Aufgabenbeschreibungen entworfen, die in den Tagen nach dem Summit online zur Diskussion gestellt und verfeinert werden sollen.

Im nächsten Schritt wird es dann darum gehen, auf dieser Basis weitere Interessierte zu finden, die sich in einem der Teams dauerhaft engagieren möchten.

Auch die Prozeduren und Zyklen für Teamleads wurden in diesem Kontext besprochen, es wird wohl zunächst auf kurze Perioden (12 Monate, über die Teams zeitlich versetzt) hinauslaufen - anfänglich sogar noch kürzer. 
Idee ist außerdem, dass die Team-Mitglieder zunächst sehr eng interagieren sollen, vor allem organisiert durch einen 14-tägigen Call.

Und um auch das zu erwähnen: Die langfristig vorgesehenen "Working Groups" innerhalb der Teams (z.B. "Security" innerhalb von "Product") sind zunächst nur Aufgabenfelder, nicht aber gesonderte Personengruppen.

Marketing und Community

Die meiste (nicht-technische) inhaltliche Arbeit erfolgte anschließend in den Bereichen Marketing und Community - wobei man sagen muss, dass auch in den oben verlinkten Team-Aufgabenbeschreibungen bereits eine Menge inhaltlicher Arbeit steckt - auch gut zum dort Nachlesen geeignet.

Übergreifend interessant war auch hier wieder die Beobachtung, dass die starken Abhängigkeiten zwischen den Teams besondere Aufmerksamkeit brauchen. Beispiel: Das Community-Team möchte den ersten Schritt zum Mitmachen so einfach und anfassbar wie irgend möglich machen - doch dazu braucht es z.B. seitens der Entwickler gut geeignete, konkrete Einstiegsaufgaben und zudem einen Prozess, der sicherstellt, dass jeder Interessierte perfekt betreut wird, und zwar durch einen festen "Paten". Sofern dies also nicht organisiert ist, kann die aktive Ansprache nicht ernsthaft beginnen.

Der Anfang ist gemacht - so geht es weiter

Bereits am Anfang des Tages tauchte ein Argument immer wieder auf: Wir müssen uns heute so organisieren, dass es auch nach dem Event weitergeht! Und so lag darauf tatsächlich ein großes Augenmerk, mit einiger Arbeit für Community Managerin Ruth Cheesley, aber mit großen Erwartungen bei allen Beteiligten.

Insgesamt wurde das Summit dermaßen positiv bewertet, dass der Wunsch nach baldiger Wiederholung laut zu vernehmen war. Mit dem Ergebnis, dass nunmehr alle 6 Monate ein Mautic Summit stattfinden soll - zunächst abwechselnd in Nordamerika und in Europa. Sobald sinnvoll, wird sich dies dann weiterentwickeln zu Sprints der einzelnen Teams in Kombination mit der MautiCon als Treffpunkt für alle, und zudem werden über kurz oder lang auch Events in den anderen starken Gebiete (derzeit namentlich Asien und Brasilien) folgen.

Um es noch einmal zu bekräftigen: Die Stimmung unter den Beteiligten ging einhellig in die Richtung "historisch", und mit dieser Energie werden wir auch tatsächlich ganz bestimmt noch einiges mehr bewegen als bereits jetzt!

Ekkehard Gümbel und Leon Oltmanns beim Mautic Summit 2019 Amsterdam

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